HOW DO YOU FEEL

Fotocredits: Otto Saxinger & Petra Gell, Bildrecht, 2025

HOW DO YOU FEEL, site-specific installation, painting, 2026,DIE GLÄSERNE KETTE Part III, curated by SALVE BERLIN, Galerie MAERZ, Linz, AT, 2026

Mit dem Ausstellungsprojekt DIE GLÄSERNE KETTE greift Salve einen der bedeutendsten Diskurse der Architekturgeschichte auf: den legendären Briefwechsel, den Bruno Taut 1919 initiierte. Diese „Kettenbriefe“ zwischen Architekten wie Walter Gropius, Hans Scharoun oder Wenzel Hablik enthielten Visionen einer utopischen Architektur, begleitet von Skizzen, Zeichnungen und radikalen Entwürfen für neue Lebensformen.“

Simone Barlian, Stefan Brandmayr, Jérôme Chazeix, Petra Gell, Jens Hanke, Nina Maria Küchler, Heti Prack, Markus Proschek, Andreas Werner, Eva-Maria Wilde

Bruno Taut‘s idea for the Glass Pavilion was a utopian fantasy: to build an ‚Outfit for the soul‘. He saw color in architecture as a symbol of new hapiness a positive influence on the everyday lives of city dwellers. My installation presents color as a subjective ideology, a visual manifesto, a vision, a form of communication.

https://maerz.at/die-glaeserne-kette-2/

 

DEUTZER HAFEN INBETWEEN

Fotocredits: Nina Maria Küchler, Bildrecht, 2025

DEUTZER HAFEN INBETWEEN, curated by SALVE BERLIN, Quartier am Hafen Q18, Köln, D, 2025

Für die Ausschreibung „Künstlerischer Dialog im Raum“ wird das Kollektiv Salve Berlin das Ausstellungsvorhaben „Die Gläserne Kette“ im Q18 realisieren. 

Die Gruppe die „Gläserne Kette“ wurde 1919 von Bruno Taut (Pseudonym „Glas“) ins Leben gerufen. Unter den Architekten, Gestaltern und Stadtplanern der 1920er-Jahre wurden die Grundlagen und Anforderungen des Neuen Bauens in verschiedenen Foren intensiv diskutiert. Der wohl berühmteste Briefwechsel ist die „Gläserne Kette“, eine Art Kettenbrief. Man tauschte untereinander nicht nur Briefe sondern auch Handskizzen und Grafiken mit utopischen Architektur-Visionen aus, die oft auch Ausdruck eines radikal anderen Modells des Zusammenlebens waren. Die „Kette“ funktionierte so, dass jeder auf vorherige Beiträge Bezug nahm, um dann eigene Ideen einzubringen oder auch die Ideen der anderen weiterzuentwickeln. Diese Idee des Kettenbriefes soll nun in einer Ausstellung im Q18 mit einer Gruppe von zeitgenössischen KünstlerInnen die Referenz für eine Auseinandersetzung mit utopischer Architektur bilden. Ihre kuratorischen Fragestellungen hierfür sind: Nachhaltigkeit / soziale Fragen / (gescheiterte) utopische Architekturprojekte / Material-Transfers. 

Die eingeladenen KünstlerInnen vereint ihr gemeinsamer formaler Ansatz, wobei die Auseinandersetzung mit Architektur, Raum und Material das Thema ist, was die Arbeiten in der Ausstellung verbindet. Die eingeladenen KünstlerInnen nutzen klassische Materialien aus der Architektur wie Beton, Gips, Holz. Die geschaffenen Werke tragen meist Spuren des Verfalls in sich, das unperferkte der utopischen Idee, die vielleicht doch nicht für die Ewigkeit geschaffen war, tritt hervor.
Die Liste der deutschen, schweizer, französischen und österreichischen KünstlerInnen: Martin Pfeile, Düsseldorf (D), Ruth Weigand, Köln (D), Jérôme Chazeix, Berlin (D/F), Petra Gell, Wien (A), Nina Maria Küchler, Hamburg (D), Bianca Pedrina, Basel (CH), Anna Bochkova, Hamburg (D), Susanne Piotter, Berlin (D), Marit Wolters, Wien (A). 

DEUTZER HAFEN INBETWEEN, my site-specific installation at the @quartieramhafen. I‘m interested in urban developement, in places where new things arise. But first i love to discover the place where there’s nothing right now, an empty space, an surroundings so quiet. I Love to think about how this area will look like in many years, where i will be in many years. What will be changed then. I was impressed by the builing complex of the Deutzer Hafen, the characteristic. The shapes, some lines, frames, the atmosphere are in my installations. I did some drafts in my studio from pics and videos, but the real site-specific work i built in Cologne.

https://qah.koeln/q18-die-glaeserne-kette-salve-berlin/

 

MATCH: DEEP INSIDE

Fotocredits: Michael Kofler, Bildrecht, 2024

MATCH:DEEP INSIDE, curated by Katja Stecher, Kunstverein Baden, AT, 2024

In dieser gemeinschaftlich entwickelten Präsentation wird der Ausstellungsraum zur Kommunikationsplattform: Petra Gell und Tanja Hehmann schreiben sich in die Architektur ein, durchdringen und transformieren sie. Ihre ortsspezifischen Eingriffe und Installationen sind das Ergebnis eines intensiven Dialogs, in dem die eigene Position als Frau und Künstlerin ebenso zur Disposition steht, wie das Verhältnis zueinander. Ein MATCH: DEEP INSIDE entwickelt sich im Kunstverein Baden.

Petra Gell
arbeitet im Bereich Malerei und Installation, die sie zumeist ortsspezifisch entwickelt. In ihren Ausstellungen führt sie einen interdisziplinären, gesellschaftspolitischen Diskurs und berichtet im Blog matchpoint regelmäßig über ihre aktuellen Projekte.

Tanja Hehmann
Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Malerei, umfasst aber auch Grafik und Installation. Ein experimenteller, forschender Umgang mit dem jeweiligen Medium geht mit themen- und ortsspezifischen Herangehensweisen zu Raum und Zeit, Anfang und Ende, Geburt und Tod, Eros und Thanatos einher.

https://www.kunstvereinbaden.at/ausstellung/match-deep-inside/

WHOAAOOO ein LIEBESBRIEF meiner Freundin Tanja aus Hamburg für MATCHPOINT. Zu unserer Ausstellung MATCH: Deep Inside im Kunstverein Baden, hat Tanja ihre Sicht auf unsere Zusammenarbeit, unseren Prozess geteilt. Wir haben uns über den Saloon einem internationalen Frauennetzwerk kennengelernt, Dank Franziska Storch einer Kunsthistorikerin, konnte ich eine Woche bei Tanja wohnen, ganz schön aufregend wenn man sich nicht kennt! What a Match!

https://www.matchpoint.or.at/post/what-a-match-deep-inside

Die Architektin und Künstlerin Hilke Ludwigs hat einen Text zur Ausstellung geschrieben!

https://www.artelieratmospher.com/match

DIE GLÄSERNE KETTE I

Fotocredits: Petra Gell, Bildrecht, 2025

DIE GLÄSERNE KETTE I, curated by SALVE BERLIN, Dosenfabrik, Hamburg, D, 2024

„Die Gläserne Kette“ @projektraum_dose Hamburg
SALVE (Jérôme Chazeix, Nina Maria Küchler, Petra Gell) and guests: Anna Bochkova, Isa Melsheimer, Bianca Pedrina, Susanne Piotter, Marit Wolters.

Bruno Taut’s glass pavilion serves as a reference for a for an examination of utopian architecture. SALVE and guests circle the fragments of the pavilion. In mutual intellectual and experimental exchange, the significance of architecture for society and its individuals will be negotiated in a poetic understanding within the framework of an installation.

https://salve-berlin.de/

 

JUST DANCE

Fotocredits: Max Berner, Bildrecht, 2024

JUST DANCE, Duo Show PETRA GELL und MARIA GRÜN, Seestadt Aspern, Wien, AT, 2024

In unserer neoliberalen kapitalistischen Leistungsgesellschaft gibt es ständig Optimierungsanweisungen, die vermeintlich zu einem besseren und entspannteren Leben führen.
Wenn sich in deinem Leben neben Job, Kinder, Haushalt, sozialem Engagement keine Zeit für Sport ausgeht bist du selbst dran schuld. Teil dir doch dein Leben besser ein, du brauchst mehr Struktur, Management und Disziplin.
Es muss geleistet werden, alle werden gebraucht, für die Wirtschaft. Wir müssen unser Wirtschaftswachstum aufrechterhalten. Geht’s der Wirtschaft schlecht geht’s uns allen schlecht.
Also JUST DANCE und lächle.
Wieviel Leistung muss man als Frau erbringen, um gesellschaftlich akzeptiert, anerkannt und geschätzt zu werden.
Der Kapitalismus hat uns alle fest im Griff, niemand will auf irgendwas verzichten, teilen oder gar Privilegien abgeben.
Wo und wie kann man seine Grenzen ziehen, weniger tun zu müssen. Wieviel Zeit bleibt mir als Frau nachdenken zu können, was ich verändert wissen will. Wo sollte ich ansetzen, wo kann ich das Zuviel minimieren?
Gibt’s einen Ort zur Entspannung, wo darfst du entspannen, abgesehen von Wellness und Spa? Das ‚NICHTS TUN‘, wo und wann ist das noch erlaubt oder akzeptiert? Was heißt das eigentlich? Nicht am Handy, PC, Podcast…sein. Nur träumen, schlafen, in die Luft schauen.
Petra Gell bringt mit ihrer feministischen Raumpraxis Handlungsstrategien zu Themen, die meist im Privaten verhandelt werden, an die Öffentlichkeit. In ihren ortsspezifischen und raumgreifenden Installationen, zwei und dreidimensionalen Malereien greift sie das Individuum auf und verortet es im gesamtgesellschaftlichen Kontext.
JUST DANCE als humorvolle, augenzwinkernde Handlungsanweisung Leichtigkeit ins Leben zu bringen.

War es bisher der Körper in seiner Funktionsweise, seiner Außengrenze und seiner Vorgänge im Inneren, die in Maria Grün´s Skulpturen verhandelt wurden, widmet sie sich hier dem Leistungsthema: Dem Optimierungsdrang im Leistungssport. Den Ausverhandlungen im individuellen Körper. Die kapitalistische Weltordnung der Leistungsgesellschaft durchdringt alle Lebensbereiche. Die Wertigkeit für Leistung steht an oberster Stelle, damit konnotiert sind Karriere und Prestige. Wo liegt das Limit des Körpers, wo das der Optimierung? Körperlimits werden stets übertroffen. Über Generationen hinweg verändern sich Körpertypen, Körperbau, Fertigkeiten. Wie kommt das? Wie schnell kann diese Entwicklung stattfinden? Sogenannte „Ausnahme Athleten“ schaffen immer unglaublichere Dinge. „Das Limit“ muss jeder für sich setzen! Das Risiko trägt der einzelne Sportler. Die Verantwortung dafür wird schon in der Ausbildung auf das Individuum abgewälzt. Es scheint dann auch nur den/die Einzelne(n) zu treffen, der sich der „Überschreitung“ d.h. schweren Verletzungen stellen muss, die ein „Aus“ der Karriere bedeuten (können). Weil nichts mehr geht. Seelisch oder körperlich. Alles herausgeholt, was nur geht … Ein multimedialer Ansatz und interdisziplinäre Kooperationen sind für Maria Grün in ihrer Auseinandersetzung mit Körper und Technologie wichtig. Sie hat sich auf hyperrealistischen Silikonguss spezialisiert, besonders auf mechatronisch angesteuerte Körperfragmente. Installationen, Video und Fotografie erweitern ihren Zugang zum menschlichen Körper und seiner technischen Prägung.

Text SIGGI HOFER:

zum Geleit just dance 2024 !